Torpedoboot
"Kujawai"

Torpedoboote sind kleine und schnelle Kriegschiffe. Sie haben die Aufgabe, unter dem Schutz von eigenen Schlachtschiffen den Gegner mit Unterwassergeschossen mit eignem Antrieb (Torpedos) anzugreifen. Alle großen Kriegsmarinen wurden seit Anfang des 20.Jahrhundert mit zahlreichen Torpedobooten ausgerüstet. Nach dem ersten Weltkrieg wurden mehrere Torpedoboote der deutschen Kriegsmarine als Beutegut nach England gebracht. Die polnische Kriegsmarine hat danach im Jahre 1919 von den Allierten sechs kleine ehemalige deutsche Torpedoboote zur Ausrüstung der eignen Flotte erhalten. Eines davon hatte ursprünglich die Bezeichnung AW87. Es war in einem sehr schlechten Zustand und wurde im polnischen Auftrag im Jahre 1920 im Stützpunkt der englischen Kriegsmarine Rosyth instandgesetzt, wonach es den Namen ORP Kujawiak erhielt. Im anschluß daran wurde dieses Boot nach Polen überführt und mit französischer Bewaffnung ausgerüstet. Es wurde in Friedenszeiten zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg als Grenzschutzboot und zu Schulungszwecken verwendet. Nachdem die polnische Kriegsmarine in den dreißiger Jahren mit modernen Zerstörern ausgerüstet wurde, hatten die alten Torpedoboote an Bedeutung verloren. Das Torpedoboot Kujawiak diente seit 1936 zur Hilfszwecken als Begleitschiff (Tender) und schließlich bei Übungen der polnischen Unterseeboote als Zielschiff. Beim Ausbruch des zweiten Weltkrieges diente dieses Schiff als Dieselöltankboot und war an der Halbinsel Hela in der Danziger Bucht verankert. Es wurde unbeschädigt von der deutschen Kriegsmarine erobert. Das weitere Schicksal dieses Schiffes ist unbekannt.



Maßstab: 1:100/50
Baujahr: 1917
Länge: 60,00 m
Breite: 6,42 m
Tiefgang: 2,30 m
   
 
Plansatz 2Bögen 24,40 €